Amnesty International Gruppe Germersheim

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Gruppe Germersheim

12.06.2015

Amnesty-Mobil beim Festungsfest

Im Rahmen des Festungsfestes kommt am 12. und 13. Juni das Amnesty-Mobil nach Germersheim. Dort kann man sich über das Thema Folter informieren und sich über aktuelle Petitionen erkundigen. Ort: Nardini-Platz in Germersheim Wann: Fr. 14 bis 21 Uhr, Sa. 10 bis 13 Uhr.

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15.12.2014

Rückblick: The Black Massacre

„Danke, dass ihr so etwas macht!“

so verabschiedete sich eine Teilnehmerin am Abend des 10. Dezember 2014 von Mitgliedern unserer Amnesty-Gruppe.

Erschüttert und sprachlos waren nahezu alle BesucherInnen nach dem 20-minütigen Film „The black massacre“ über die Gräueltaten der IS-Miliz im Nordirak. Die in Deutschland lebende Ezidin (Yezidin) Rauza Kurt informierte anschließend über die Geschichte, Religion und Lebensverhältnisse der Bevölkerung in dieser Region. Nuri Karaca, ebenfalls in Deutschland lebender Ezide (Yezide), berichtete anschließend von einem Hilfstransport, den er, selbst Vater von drei Kindern, vor wenigen Wochen hier in Deutschland als freiwilliger Helfer und Dolmetscher in die Türkei begleitete und vor Ort mit drei weiteren Helfern in einem Flüchtlingslager verteilte. Fast die Hälfte der angetroffenen Flüchtlinge bilden Vollwaisen oder halbverwaiste Kinder, die jüngsten unter Ihnen sind ca. 6 Monate alt. Manche von ihnen trugen noch die Schlafanzüge und Sandalen, mit denen sie in der Nacht vom 3. August 2014 vor einem Überfall der IS-Miliz geflohen sind, viele sind noch barfuß. Täglich sterben dort Kinder, weil die nötigste Hilfe ausbleibt.

Wir veröffentlichen daher an dieser Stelle fortlaufend Hinweise über geplante oder angelaufene Hilfsmaßnahmen. Wer hierbei mithelfen will, möge sich bitte mit den entsprechenden Ansprechpersonen in Verbindung setzen.

Ezidische Jugend e. V. (Saarland) organisierten den Hilfskonvoi, den Nuri und andere begleitet haben: Homepage: http://ciwanen-ezidi.de/

Gesellschaft Ezidischer Akademikerinnen e.V. (Essen) organisieren aktuell einen Spendenaufruf für Kindernahrung: Link: http://www.gea-ev.net/2014/11/16/hilfe-f%C3%BCr-kriegskinder-im-nordirak/

Christlich Ezidische Gesellschaft für Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft e.V. (Gießen/Lollar) auf Initiative von Rauza Kurt und weiteren ehrenamtlichen Unterstützern wurde das Spendenkonto von der CEG e.V. zur Verfügung gestellt, um Folter- und Vergewaltigungsopfer der IS zu helfen – hauptsächlich Frauen, Mädchen und Kinder: Link: https://www.facebook.com/gea.ev/photos/a.306526366126633.72442.305313569581246/609941315785135/?type=1&theater

Kerim Kurt (Dudenhofen) hat ein Konto eingerichtet, um in der Region Süd-Pfalz Geldspenden für die Flüchtlinge im Nord-Irak zu sammeln:

IBAN: DE44 5479 0000 2000 0199 95
BIC: GENODE61SPE Verwendungszweck: „Spende für vertriebene Jesiden“

Es gibt weitere Vereine in Oldenburg, Wesel, Emmerich, Kleve, Hannover, Celle, Emsland, Osterholz-Scharmbeck, Bielefeld u.v.a.m., die alle durch Geld-, Kleider- und Medikamentenspenden den Flüchtlingen helfen.

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10.12.2014

The Black Massacre

Infoabend am Tag der Menschenrechte: Am 10. Dezember 2014 lädt die Amnesty Gruppe Germersheim zum Tag der Menschenrechte ein. Es berichten die Referentinnen Rauza Kurt und Leyla Boran über die Menschenrechtsverletzungen durch den IS an den Jesiden im Nordirak. Die Veranstaltung findet im Gemeindesaal im Evangelischen Dekanat Germersheim (Hauptstr. 1) statt.

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Das interessierte Publikum?

13.05.2014 | Rückblick

Themenabend mit Romeo Franz „Lebenswirklichkeit der Roma - Wie aus Bürgern Zigeuner gemacht werden“

Über die Lebenswirklichkeit der Roma in Serbien, Bulgarien und Rumänien berichtete Romeo Franz, Vorsitzender der Hildegard-Lagrenne-Stiftung, am 13. Mai im Gemeindesaal des Prot. Dekanates Germersheim.

Romeo Franz bezeichnet sich selbst als preussischer Sinto, Meisterschüler von Schnuckenack Reinhardt, sowie Bürgerrechtler. Zu dem Themanabend kam er als Geschäftsführer der „Hildegard-Lagrenne-Siftung“. Deutsche Sinti und Roma wollen mit dieser neu gegründeten Stiftung die nach wie vor bedrückende Lage ihrer Minderheit verbessern. Eingeladen hatten, Amnesty International-Gruppe Germersheim, Ev. Studierendengemeinde und Kath. Hochschulseelsorge an der Uni Germersheim, sowie der Beirat für Integration und Migration im Kreis Germersheim. Aufgrund des EU Freizügigkeitsabkommens, wurde der Arbeitsmarkt ab 01.01.2014 für Menschen aus Rumänien und Bulgarien geöffnet. Ziel dieser Veranstaltung war es unter Anderem zur Versachlichung der hochgekochten und zum Teil populistisch geführten Debatte beitragen.

Romeo Franz informierte ein interessiertes Publikum darüber, dass Sinti und Roma seit 200 bis 600 Jahren in Europa heimisch sind. Die Namensbezeichnung wurde ihnen von außen gegeben und entspricht nicht ihrem Selbstverständnis.

Die Romabevölkerung in Serbien, Bulgarien und Rumänien ist der dortigen Gesellschaft ausgegrenzt, zum Teil sind sie nicht einmal registriert. So gibt es Schulen, die nur von Roma-Kindern besucht werden dürfen, Siedlungen von Roma, die nicht an die allgemeine Kanalisation angeschlossen werden. Bürger und Firmen entsorgen, um Kosten zu sparen, ihren Müll in direkter Nähe der Roma-Siedlungen. Die hygienischen Gegebenheiten führen zu größerer Sterblichkeit der Roma-Bevölkerung.

Ein Großteil Roma in Serbien ist vor 20 Jahren aus dem Kosovo geflohen. Herr Franz berichtet von einem Roma-Angehörigen, der nach dem Krieg in seine alte Heimat im Kosovo kam, um sein Haus wiederzusehen. Er erlebte, dass sein Haus von anderen Menschen bewohnt war, ein Nachbar kam hinzu und drohte ihm mit Waffengewalt, wenn er nochmals hier her zurück käme.

Roma-Angehörige werden immer wieder als Sündenböcke für gesellschaftliche Probleme oder Missstände verantwortlich gemacht. Unter den 20.000 „Roma“, die vor einigen Jahren der französische Präsident Sarkozy vertreiben ließ, waren lediglich 70-80 Roma aus Südosteuropa. Ein großes Problem in Serbien ist die allgemeine Korruption: so werden Gelder aus der EU für Aufbaumaßnahmen nicht bestimmungsgemäß eingesetzt.

Ein Gesetz in Serbien stellt unter Strafe, wenn serbische Staatsangehörige in einem EU-Land soziale Unterstützung beantragen. Serbische Staatsangehörige, die z.B. aus Deutschland nach Serbien zurück geschickt werden, müssen dort mit einer Strafe rechnen. Diese und viele weitere schockierende Tatsachen wurden durch Fotos, die Romeo Franz während seiner Reise gemacht hatte, sichtbar und empörten die anwesenden zutiefst. Bei der anschließenden regen Diskussion kamen auch aktuelle Fragen und regionale Themen und Ängste angesprochen. Diese wurden durch den Referenten des Abends und den als Gast anwesenden 1. Polizeihauptkommissaren Wolfgang Zöller konnten ausführlich beantwortet werden.

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Hassan erzählt von seiner Flucht

10.12.2013

Aus dem Leben eines Flüchtlings

Ein Vortragsabend von Amnesty Germersheim

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Prageeth Eknaligoda

18.05.2013

Sri Lanka - PRAGEETH EKNALIGODA

BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN

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